Der Bausatz Scan Concert

Lautsprecher Scan Concert
Lautsprecher Scan Concert

Lautsprecher und Chassis der Dänen stehen für eine exzellente Qualität. Neben Dynaudio und Bang & Olufsen findet man bei genauem Hinschauen auf jeder Messe Lautsprecher, in die Scan Speak Chassis eingebaut wurden. Und dies wiederum ist nicht schwer, allein die Ringmembran bei den Hochtönern oder die konzentrischen Prägungen der Illuminator-Membran bzw. die geschlitzten Membranen der Revelator Serie sind leicht auszumachen. Genau wie wir wissen auch die Marketinggruppen der Lautsprecherhersteller den guten Ruf der Scan Speak Chassis zu schätzen. Sie werden deshalb kaum einen Lautsprecher mit Chassis dieser Bauart unter 1000,-€ Endverbraucherpreis vorfinden.
Wäre dies nicht ein Ansporn hochwertige Produkte einzusetzen und mit einem Drittel des Preises auszukommen. Dann lohnt sich auch der Bau eines edlen Gehäuses. Im Vergleich mit Industrieprodukten besteht unserer Lautsprecher noch aus Echtholz und echtem Furnier.

Also nehmen wir uns der Sache an und bilden aus  dem Tiefmitteltöner 15W/4531G00 und dem Hochtöner D2905/930000 ein Paar.
Folgende Forderungen haben wir ins Lastenheft geschrieben:

  • Übertragung eines breiten Frequenzbereiches,
  • Wiedergabe eines transparenten und feindynamischen Klangbildes,
  • wohnzimmertauglicher maximaler Schalldruck,
  • verzerrungsfreie Wiedergabe,
  • hervorragendes Abstrahlverhalten,
  • weiträumige Abbildung auch außerhalb der Achse,
  • platzsparende Baugröße.

So stellt man sich den perfekten Allroundlautsprecher vor!

Wie gelangt man nun zu diesem Ergebnis? Die Basis dessen bildet der Tiefmitteltöner mit seiner geschlitzten Membran. Zur Versteifung bei gleichzeitig niedriger Masse der Papiermembran wird diese radial aufgeschnitten und die Schnittstellen werden wieder miteinander verklebt. Auf den ersten Blick erscheint das unsinnig, denn die Schlitze stellen eigentlich Schwachstellen dar. Da der Schlitz jedoch mit einem hochdämpfenden Material verklebt wird, laufen sich die Membranresonanzen im Dämpfungsmaterial tot. Eigentlich sind Membranresonanzen so normal wie Lautsprechermembranen oder besser gesagt der Deckel eines Kochtopfes klirrt, wenn man mit dem Löffel dagegen schlägt. nun helfen sich die etablierten Hersteller damit, dass die Resonanzen außerhalb des Arbeitsbereiches gelegt werden. Viel einfacher ist es gänzlich ohne Resonanzen auszukommen.

Nun werfen wir noch einen Blick auf die TSP. Bei einer Gesamtgüte von 0,32, einer Resonanzfrequenz von 40 Hz und einem Äquivalentvolumen von 15,8 Litern berechnen wir ein wohnraumtaugliches Gehäusevolumen von 12 Litern in Bassreflexbauweise.

Der Hochtöner wird passgerecht ausgewählt. Bei Scan Speak kann man diesbezüglich keine Fehler machen, es stellt sich nur die Frage welches Abstrahlverhalten erwünscht ist. Wir entschieden uns für den bereits 100 fach erprobten D2905/930000 mit breitem Abstrahlverhalten. Der Hochtöner passt damit gut zum 15W, der ebenfalls nicht stark bündelt.

Frequenzweiche

Frequenzweiche Concert
Frequenzweiche Concert

Verwendet wurde eine 12/18dB Weiche mit Mundorf Bauteilen. Die Spulen sind in Backlackausführung um Mikrofonieeffekte zu unterdrücken. Die Kondensatoren im Hochtonzweig entsprechen der EVO Technologie und zeichnen sich durch geringe Verlustfaktoren aus.

Messungen

Frequenzgang

Frequenzgang; rt-axial; we-15 Grad; gn-30 Grad
Frequenzgang; rt-axial; we-15 Grad; gn-30 Grad

Impedanzgang

Impedanz Concert
Impedanz Concert

Klirrfaktor

Klirrfaktor rt-K2; we-K3; gn-K4; ge-K5
Klirrfaktor rt-K2; we-K3; gn-K4; ge-K5

 

Fazit

Ohne zu übertreiben kann man schon feststellen, dass das Ziel erreicht wurde. Zwei hochwertige Chassis mit einer unkomplizierten Weiche verbunden und im echten Holzgehäuse stellen nicht nur klanglich sondern auch optisch etwas dar.

Das Abstrahlverhalten könnte für eine Zweiwegebox nicht besser sein. Bis 6 kHz liegen der axiale Frequenzgang und der Frequenzgang unter Winkeln auf einer Linie.

Die Feindynamik erklärt sich durch die Verwendung einer leichten aber trotzdem sehr steifen Papiermembran und deren Low Loss Einspannung. Bereits kleinste Wiedergabedetails verursachen Membranbewegungen, ein „Losbrechen“ ist also überhaupt nicht erforderlich.

Prinzip2 Wege Bassreflexbox
Nennimpedanz4 Ohm
Belastbarkeit (Musik)60 Watt
Übertragungsbereich45 Hz...20000 Hz (-8 dB)
Kennschalldruck85 dB
Maximalpegel (1m)zwischen 100 Hz und 10 kHz
optimale Größe des Hörraumes20 qm
Gewicht8,5 kg
BassreflexrohrBRHP50
Abstimmfrequenz40 Hz
Abmessungen350 mm x 180 mm x 350 mm
Nettovolumen12 Liter
Material Front, RückseiteLeimholz Buche
Material SeitenSpanplatte Nussbaum furniert

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte folgender Seite:

Bausatz Scan Concert

 

 

Ein Gedanke zu „Der Bausatz Scan Concert“

  1. Fantastischer Klang! Verblüffend, die Scan Concert ist nicht groß, aber nie kam der Wunsch nach einem Subwoofer auf. Der Gehäusebausatz von PEAK LSV in Birke-Multiplex war sauber und exakt verarbeitet, die Lamellos eine große Hilfe beim Zusammenbau – 95 Euro das Stück also allemal wert. Das Design in Birke-Mulitplex (eine von drei angebotenen Alternativen) gefällt mir besser als das „Original“, schlicht, aber markant durch die noch mehr betonten Schrägen.

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